Öffnungen in einem Gebäude

Türen

Angriffspunkte einer Tür, deren Material und Beschaffenheit für die Sicherheit von Belangen ist, sind:

Türschild, Schließblech, Türblatt, Türbänder, Schließzylinder, Türzarge (Rahmen in der Wand).

Da Materialien und Beschaffenheit von Türen sehr unterschiedlich sind, gibt es 6 verschiedene Widerstandsklassen, an denen man die Türen in Sachen Einbruchshemmung unterscheiden kann: RC1 bis RC6, wobei RC6 die höchste Widerstandsklasse für Türen ist. Je nach Bedürfnis wählt man die Türen aus.

Schlösser und Schließzylinder

Einsteckschlösser sind ein wichtiger Bestandteil einer Tür und deren Sicherheit. Um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, sollte ein Einsteckschloss folgende Merkmale besitzen:

  • Ausreichender Riegelausschluss ( mind. 20mm )
  • Falle und/oder Riegel aus widerstandsfähigem Material (kein Kunststoff oder Druckguss etc.)
  • Hochwertiger Schließzylinder

Schließzylinder sollten in der Regel gegen Aufbohren, Abbrechen, Nachschließen und Ziehen Schutz bieten. Neben gängigen Profilzylindern kommen gelegentlich auch Rund- und Ovalzylinder zum Einsatz. Im Gesamten kann ein Schließzylinder aber nur als System mit Türschild und Beschlag als Sicherung in einer Tür fungieren. Ein einbruchhemmendes Türschild kann ein Abdrehen/Abbrechen, Ziehen und auch ein Durchschlagen erschweren und verstärkt gleichzeitig das Türblatt im Bereichder Schlosstasche. Auch sollte das Türschild den Zugriff auf den Schließzylinder (auch mit Schutzabdeckung) so gut es geht verhindern und der Schließzylinder von innen fest verschraubt werden. Massiv gehärteter Stahl ist eine gute Wahl für schützende Einzelteile.

Neben den Einsteckschlössern sollte aber auch das Schließblech (also das Gegenstück zum Einsteckschloss, welches in der Türzarge verbaut wird) genügend Sicherheit bieten. Umso besser das gewählte Material und umso länger/dicker (Länge: mind. 300mm, besser 500mm Dicke: mind. 3mm) das Schließblech ist, umso mehr Sicherheit bietet es. Eine unzureichende Befestigung würde das wieder hinfällig machen, also muss es fest in der Türzarge eingebaut werden.

Fenster

Ein einbruchhemmendes Fenster sollte folgende Eigenschaften besitzen:

  • Stabiler Aufbau von Fensterrahmen und Fensterflügel
  • Verglasung sollte hochwertig befestigt im Fensterflügel sitzen
  • hochwertige Beschläge
  • hochwertige Verschlusseinrichtung
  • einbruchhemmendes Glas (Durchbruch-,Durchwurf-, Durchschusssicher)

Eine einbruchhemmende Verglasung wird erreicht, wenn zwischen mehreren Glasscheiben immer wieder eine Kunststofffolie verklebt wird. Umso mehr Schichten, umso sicherer wird die Verglasung. Als Ergänzung dazu können Rolläden genutzt werden, diese bieten aber keinen alleinigen Schutz, weil sie nur im geschlossenen Zustand einen mechanischen Schutz bieten. Die Verglasung ist aber selten die erste Angriffsfläche an einem Fenster: Die meisten Einbrecher hebeln das Fenster auf, um geräuscharm das Gebäude zu betreten.

Die Widerstandsklassen bei Fenstern sind: N -> A -> B -> C  wobei N die niedrigste und C die höchste Sicherheit gewährleistet. VdS-anerkannte einbruchhemmende Fenster sind auch oft für eine Anschaltung einer Einbruchmeldeanlage vorbereitet.

Schächte und Kanäle

Schächte und Kanäle müssen mit einem Gitterrost gesichert sein. Dabei ist zu beachten, dass die Gitterroste stabil und engmaschig sowie gegen ein Abheben gesichert sein müssen. Um ein Abheben des Gitterrostes auszuschließen, muss die Verankerung im Mauerwerk erfolgen. In einem Kunststoffrahmen ist dies nicht der Fall! Versorgungskanäle sollte zusätzlich von innen mit einem Schloss gesichert sein.