§828 BGB – Minderjährige

[alert-success](1) Wer nicht das siebente Lebensjahr vollendet hat, ist für einen Schaden, den er einem anderen zufügt, nicht verantwortlich.


(2) Wer das siebente, aber nicht das zehnte Lebensjahr vollendet hat, ist für den Schaden, den er bei einem Unfall mit einem Kraftfahrzeug, einer Schienenbahn oder einer Schwebebahn einem anderen zufügt, nicht verantwortlich. Dies gilt nicht, wenn er die Verletzung vorsätzlich herbeigeführt hat.


(3) Wer das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist, sofern seine Verantwortlichkeit nicht nach Absatz 1 oder 2 ausgeschlossen ist, für den Schaden, den er einem anderen zufügt, nicht verantwortlich, wenn er bei der Begehung der schädigenden Handlung nicht die zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht hat.[/alert-success]

Kinder unterliegen anderen Regelungen bei der Haftbarkeit für unerlaubte Handlungen.

Kinder von 0 bis 7 Jahren haften niemals bei entstandenen Schäden.

Ab 8 Jahren (Das Siebente Lebensjahr ist vollendet!) haften Kinder für alles, außer:

Kinder von 8 bis 10 Jahren haften nicht bei Schäden die anderen Personen bei einem Kraftfahrzeug-, Schienenbahn-, oder Schwebebahnunfall entstanden sind. Es sei denn sie handelten vorsätzlich, dann haften sie auch hier.

Kinder von 8 bis 18 Jahren haften nicht, wenn ihnen bei der Begehung der unerlaubten Handlung nicht die Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht hat.

„nicht die Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht“: Das Kind ist sich nicht bewusst, dass es für einen entstehenden Schaden einen Ausgleich leisten müsste. Der Minderjährige müsste also geistig in der Lage sein, den Schaden vorherzusehen und evtl. zu verhindern wissen um haftbar gemacht zu werden.